Konservative Arthrosetherapien großer und kleiner Gelenke.
Unter Arthrose versteht man Verschleißveränderungen von Gelenken, bzw. des Gelenkknorpels. Durch mechanischen und biochemisch bedingten „Abrieb“ verliert der Knorpel an Dicke, wird rauer, wodurch sich die Belastungsfähigkeit reduziert. Schmerzhafte Entzündungen, Steifigkeit und Schwellungen bis hin zu kompletten Zerstörungen sind die Folge. Faktoren wie Bewegungsmangel, Übergewicht und Überbelastungen, Fehlstellungen von Gelenken, Infektionen und Gelenkverletzungen begünstigen die Entstehung einer Arthrose.
Medikamentöse Therapie
Individuell abgestimmte medikamentöse Therapien werden angewandt, um
Schmerzen zu lindern sowie die Funktionsfähigkeit der Gelenke zu verbessern.
Für die zunehmende Abnutzung des Gelenkknorpels stehen speziell knorpelaufbauende oder knorpelschützende Präparate sowie Mittel zur Verbesserung
der Gelenkschmierung zur Verfügung. Standard der Arthrosebehandlung ist
die Kombination von Schmerzmitteln und Kortison-Präparaten. Auch Infusionen
oder die Einspritzung von entzündungshemmenden und schmerzlindernden
Medikamenten direkt in das Gelenk sind wirksame Therapiemöglichkeiten.
Behandlung mit Hyaluronsäure
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Stoff, der im menschlichen Körper die Aufgabe
hat, den Gelenkknorpel im Körper zu stabilisieren und der
mitverantwortlich ist für die Gleitfähigkeit des Gelenks. Hyaluronsäureinjektionen
werden bei Arthrose verabreicht, um das verschlissene Gelenk zu „schmieren“,
seine Funktionsfähigkeit und Beweglichkeit zu verbessern und Beschwerden zu
lindern. Die Therapie mit Hyaluronsäure ist besonders wirkungsvoll an Synovialgelenken wie Knie, Hüfte, Schulter, Sprunggelenk, Finger und Zehengelenke, aber auch an den Facettengelenken der Wirbelsäule. Die Behandlung erfolgt über einen
mehrwöchigen Zeitraum. Die Beschwerdeverbesserung hält dann über viele Monate,
teilweise über ein Jahr an.
Physikalische Therapie
Nicht-medikamentöse Therapien werden gezielt angewandt, um Gelenk- und
Muskelfunktionen zu erhalten und zu verbessern bzw. um arthrotische Erkrankungen zu verzögern. Eine wesentliche Rolle spielen dabei Physio- sowie Physikalische Therapien. Als nicht-medikamentöse „Basistherapie“ der Arthrose im
Frühstadium hat sich die Kombination von Wärmeanwendung und Bewegungstherapie bewährt.
Akupunktur
Die Akupunktur ist seit Jahrtausenden ein wesentlicher Teil der Traditionellen
Chinesischen Medizin und gilt als besonders sanfte und ganzheitliche Heilungsmethode. Sie behandelt die Ausrichtung des „Qi“, eines Energiepotenzials, das
jedes Lebewesen wie ein Netz durchzieht. Durchkreuzen sich diese Ströme oder
sind sie blockiert, gerät der Körper aus dem Gleichgewicht. Genau hier setzt die
Akupunktur an. Auch bei Erkrankungen des Bewegungssystems kann die Akupunktur
erfolgreich zur Schmerzlinderung eingesetzt werden, insbesondere wenn bei Arthrosepatienten zusätzlich myofasziale Schmerzen eine Rolle spielen (siehe auch MFS).

